Wie man die Ausländer*innenfeindlichkeit von AfD und Pegida kritisieren sollte und wie besser nicht.
Dass es die BILD ist, die sich mit Kampagnen gegen die „Lügen“ von Pegida und AfD über Flüchtlinge massiv eingeschaltet hat, halten kritische Menschen für unglaubwürdig. Es sei doch gerade die BILD gewesen, die über Jahrzehnte massiv gegen Ausländer*innen gehetzt und damit die Ausländer*innenfeindlichkeit in Deutschland angeheizt habe, heißt es. Das ist korrekt! Doch warum soll ihre Kehrtwende deshalb unglaubwürdig sein? Man sollte die Tagespresse wirklich nicht daran messen, ob sie wahrhaftig und treu zu „ihrer Linie“ steht. In der Tat stellt sich die BILD heute hinter den Kurswechsel, den die Merkelegierung 2015 eingeleitet hat. Der leuchtet dieser Zeitung als der für Deutschland heute richtige und wichtige Weg ein – warum auch immer.
Mutiert die BILD damit zu einer ausländer*innenfreundlichen Zeitung? Ist BILD wirklich dabei, die nationalistischen „Vorurteile“ gegenüber Flüchtlingen in ihrer eigenen Leserschaft zu kritisieren? Auf jeden Fall legt sie in Fettdruck unter der Überschrift: „BILD sagt wie es wirklich ist“ eine Widerlegung von „Sieben Lügen“ über Flüchtlinge vor. Das beginnt mit der „Lüge“: „Flüchtlinge nehmen uns die Jobs weg“ und endet mit der „Lüge“: „Flüchtlinge sind besonders kriminell“. Wie die BILD – und mit dieser Tour ist sie nicht allein – diese Lügen jeweils mit einem fetten „Falsch“ entlarvt, das wollen wir genauer prüfen. Unsere Behauptung lautet: Sie bestätigt den ausländer*innenfeindlichen Nationalismus unter ihren Leser*innen mehr, als dass sie ihn angreift. Das wollen wir auf dem Workshop begründen und zugleich aufzeigen, wie die Parolen von AfD und Pegida zutreffend kritisiert werden sollten.
Event Timeslots (1)
Di || 18.10.
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Rost- und Silberlaube, Raum KL 29/137 Übungsraum