Wahrheit – gibt es nicht! Ist das wahr?

Das lernt man in der Schule und erst recht in der Uni: „Objektive Wahrheit“ kann es nicht geben. Immerhin würden ja alle Urteile von Subjekten gefällt, seien also bloß subjektiv. Zudem sei die Sprache kein zuverlässiges Instrument, weil jeder mit bestimmten Wörtern nur seine eigenen Vor stellungen verbinden. Außerdem hätten alle Wissenschaftler ihre eigenen Normvorstellungen, die in ihr Denken eingehen. Wie kann es da objektive Erkenntnis geben?
Und auch das lernt man: Wer behauptet, seine Urteile würden stimmen, seien wahr, der denkt mit Sicherheit monokausal, dessen Denken ist unterkomplex und unhistorisch, reine Logelei und nicht wertfrei. Vor denen, lernt man, müsse man sich vorsehen, mit denen kann man nicht – und soll man nicht – streiten. Denen ist alles Mögliche zuzutrauen! Wer anderen nicht ihre freie Meinung lässt, verletzt schnell die Grenzen der Freiheit.
Es will aber schon als wahr gelten, was da mit Überzeugung vorgetragen wird? Verlassen sich diese Wahr heitsbezweifler nicht selbst auf Sprache? Sind Naturwissenschaftler etwa keine Subjekte? Diese und andere Fragen sollen im Workshop unter Benutzung von Sprache von den anwesenden Subjekten erörtert werden.
Veranstalter*in: kk - Kommunistische Kritik

Event Timeslots (1)

Mi || 19.10.
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Holzlaube, Seminarraum 1.2001

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